Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneAngriff der Lederhosenzombies

Auf der Alm gibt’s zwar koa Sünd – aber Zombies

Das hat bei der zünftigen Hüttengaudi noch gefehlt: Aus dem Nichts bricht eine Zombie-Epidemie aus. Fortan dienen Bierzeltgarnituren, Schneefräsen, Skistöcke und weitere zweckentfremdete Werkzeuge als Waffen gegen die gefräßige Brut. Jolladiho!

Die Geschichte

Ski killed the Zombie (Foto: Capelight)

Ski killed the Zombie (Foto: Capelight)

Ein geldgieriger Hotelier stellt einem russischen Investor seine neueste Entwicklung vor: Eine Chemikalie, die auch bei ungünstigen Temperaturen Schnee erzeugen kann. Das auffallend gelbe Zeug spritzt dem Russen während der Vorführung ins Gesicht, danach sieht er auch gar nicht mehr gesund aus.

Doch es kommt noch heftiger: In einer Skihütte verwandelt er sich in einen Zombie und nach und nach tun es ihm die meisten Gäste gleich. Lediglich zwei Snowboarder und die resolute Wirtin überstehen die Infektionswelle und machen sich daran, die Zombie-Brut mit den kuriosesten Waffen zu eliminieren, die ein Zombie jemals zu schmecken gekriegt hat.

Filmkritik „Angriff der Lederhosenzombies“

Der Titel macht es eigentlich schon klar: Bei diesem Film handelt es sich um eine lupenreine Trash-Produktion, und wirklich ernst ist hier gar nichts gemeint. Der etwas eigentümliche Humor, der Österreichern immer ganz gerne nachgesagt wird, kommt von der ersten Minute an zum Tragen.

Hauptsache, nicht dran rumpulen, sonst heilt's nicht (Foto: Capelight)

Hauptsache, nicht dran rumpulen, sonst heilt’s nicht (Foto: Capelight)

Mitunter ließe sich kritisieren, dass etwas weniger Anlaufzeit mit Snowboard-Action besser gewesen wäre. In einigen Szenen kommen auch die Schauspieler etwas hölzern rüber.

Doch darüber können wir in Anbetracht dieses Feuerwerks an Splatter-Einlagen, gepaart mit teilweise abstrusen Gags und kernigen Sprüchen hinwegsehen. Die völlig unkonventionelle Inszenierung macht riesigen Spaß, die handgemachten Effekte erinnern charmant an Horrorproduktionen aus den Siebzigern, sind bei weitem nicht immer perfekt, verfehlen aber ihre Wirkung nicht.

Der Film ist mit 77 Minuten recht kurz geraten, aber dafür kommt kaum Langeweile auf – stattdessen aber jede Menge tosenden Gelächters.

Die Versionen

Der Film ist in Deutschland ungekürzt erhältlich. Die Laufzeit beträgt 77 Minuten. Aufgrund der sehr handfesten Splatter-Szenen ist die FSK-Altersfreigabe ab 18 Jahren absolut gerechtfertigt.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Trotz einiger Schwächen eine brüllend komische Trash-Komödie mit hohem Unterhaltungsfaktor.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Angriff der Lederhosenzombies"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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