Filmkritik Bewertung: 4/5 Sterne5 Zimmer Küche Sarg

Willkommen in der etwas anderen Wohngemeinschaft

Ungewöhnlich ist nicht nur der Filmtitel. Die Vampir-Komödie „5 Zimmer Küche Sarg“ (OT: „What we do in the Shadows“) läuft derzeit noch auf dem Fantasy Filmfest und startet offiziell am 30. Oktober 2014 in unseren Kinos. Wir konnten bereits reinschauen. Die Filmkritik und warum man als Vampir keine Pommes essen sollte, gibt es jetzt zu lesen.

Die Geschichte

Geht doch, Deacon bei seiner Lieblingsbeschäftigung (Foto: Weltkino Filmverleih GmbH)

Geht doch, Deacon bei seiner Lieblingsbeschäftigung (Foto: Weltkino Filmverleih GmbH)

Wellington, Neuseeland. In einer heruntergekommenen Villa leben Viago, Vladislav, Deacon und Petyr in einer Wohngemeinschaft. Viago, der Vernünftigste, weckt die anderen drei Mitbewohner. Petyr bleibt lieber in seinem Sarg. Glücklicherweise sieht Deacon endlich ein, den Abwasch zu machen. WG-Alltag eben.

Eines Tages laden sie zwei Opfer ein. Zum Essen. Einer der beiden ist Nick. Statt ihn auszusagen, schenkt Petyr ihm das ewige Leben. Doch Nick kann auf Dauer nicht in der WG bleiben. Er ist viel zu impulsiv und bindet jedem auf die Nase, dass er ein Vampir ist. Nicks Kumpel Stu hingegen ist (noch) ein Mensch und das komplette Gegenteil. Er hilft den Vampiren, mit der neuen Technik warm zu werden, wie beispielsweise Google, Youtube und Handys. Doch dann kommt die fidele Clique Besuch von einem Vampirjäger …

Filmkritik „5 Zimmer Küche Sarg“

Treffer - Vladislav kann nicht nur Bogen schießen (Foto: Weltkino Filmverleih GmbH)

Treffer – Vladislav kann nicht nur Bogen schießen (Foto: Weltkino Filmverleih GmbH)

Ewig lebende Vampire, ständige Nachtaktivitäten und Menschenblut als Hauptnahrungsmittel – ja, das kennen wir bereits. Glücklicherweise fängt „5 Zimmer Küche Sarg“ da etwas anders an. Der als Mockumentary, also fiktionaler Dokumentarfilm, gedrehte Film, zeigt uns Waititis (Viago) und Clements (Vladislav) skurrile Welt.

Das Szenario der Vampir-Wohngemeinschaft wirkt am Anfang etwas albern, aber im Laufe des Films wird die Geschichte fast schon glaubwürdig. Wir erfahren von den natürlichen Feinden eines Vampirs, bekommen zu sehen, dass jeder Vampir seine Macken hat und wie das Leben eines Außenseiters in der Großstadt aussieht. Dieser soziokulturelle Anstrich macht durchaus Spaß und bleibt während der ganzen 85 Minuten erhalten.

Gut in Szene gesetzt sind nicht nur die Old-School-Spezialeffekte, wie beispielsweise das In-die-Luft-gehen oder das Blut-Spritzen-beim-Beißen-der-Halsschlagader. Nicht zu vergessen Pommes-Essen  – es schlägt bei Nick gehörig durch und sorgt für eine ordentliche Blutfontäne.

Sagt "Käääsekuchen!" (Foto: Weltkino Filmverleih GmbH)

Sagt „Käääsekuchen!“ (Foto: Weltkino Filmverleih GmbH)

Auch Farbgestaltung, Ambiente und Kameraeinstellung sind professionell und sehen alles andere als billig aus. Leider geht die Tatsache etwas unter, dass beim Filmdreh ein Kamerateam absichtlich anwesend ist. Schließlich soll das ja eine Art Dokumentation darstellen. Hier hätte man ruhig etwas Interaktivität reinbringen können. Ansonsten fühlen wir uns mit der Besetzung der Charaktere und den Dialogen pudelwohl. Wer eine große Packung schwarzen und albernen Humors zu schätzen weiß, ist hier gut aufgehoben.

Die Versionen

Wow, trotz einiger wirklich deftiger Szenen hat die FSK den Ulk ab 12 Jahren freigegeben. Die Gutachter sind über die Jahre wirklich ziemlich gelassen geworden.

Fazit von Horrormagazin.de

Vampire von Nebenan – mehr lustig als gruselig. Aber mit dem roten Farbeimer wird nicht zimperlich umgegangen.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "5 Zimmer Küche Sarg"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
Mehr von Ash Williams  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Filmkritiken im Genre Horrorkomödie

Mehr zeigen